Samstag, 12. März 2011

Für Japan geht die Sonne unter

Der Landesname setzt sich aus den Zeichen 日 (Aussprache ni, in der Bedeutung „Tag“ oder „Sonne“) und 本 (Aussprache hon, in der Bedeutung „Ursprung“, „Wurzel“ oder „Beginn“) zusammen. Japan ist deshalb auch als das „Land der aufgehenden Sonne“ bekannt.


Aktuell herrscht Japan aber alles andere als Sonnenschein. Der viertgrößte Inselstadt der Welt muss mit den Folgen eines 8,9 starken Erdbebens auseinandersetzen. Landesweite Verwüstungen, Explosionen, 1800 tote und 10.000 vermisste Menschen sowie 10m hohe Tsunamies haben das Land auf den Kopf gestellt. Dennoch findet die Katastrophe noch eine Steigerung, denn es droht der atomare Supergau.


Wenn es nicht gelingt, den Meiler Fukushima 1 zu kühlen, könnte Radioaktivität in großen Mengen entweichen, ganze Regionen wären dann verseucht. Der Betreiber pumpt in den Reaktor nun Meerwasser, das mit Borsäure vermischt ist - vielleicht die letzte Chance.


Doch wie gefährlich ist die Lage im AKW Fukushima? Inzwischen wurden deutlich mehr als 100.000 Anwohner in Sicherheit gebracht, sie sollen Jodtabletten schlucken. In einem weiteren Meiler ist das Notfallkühlsystem ausgefallen. Experten fürchten eine Kernschmelze - die Regierung versucht zu beruhigen.


Beruhigend ist die Situation für Japan und den Rest der Welt sicherlich nicht. Alle paar Stunden schaue ich die Nachrichten oder auf diverse Internetseiten, ob auf den aktuellen Stand zu kommen. Auf so ziemlich jeder Webseite (ob Facebook oder Browsergames) werden zu Spenden für Japan aufgerufen. An Spenden kann ich aktuell gar nicht denken - die Angst vor einem zweiten Tschernobyl, welches die Tage seinen 25. Jahrestag hat, ist einfach zu gross.

Hoffen wir das Beste und drücken den Menschen in Japan die Daumen, dass es am Ende irgendwie noch einigermaßen strahlungsfrei aus der Katastrophe kommt.

Samstag, 5. März 2011

Freundschaft vs Liebe

Ich denke, das Problem kennen viele. Jemand aus dem eigenen Freundeskreis lernt die Liebe seines/ihres Lebens kennen und steht vor dem Problem, die Freunde und die große Liebe unter einen Hut zu bekommen. Sicherlich ist das schwer, aber nicht unmöglich.

Klar ändern sich die Prioritäten, aber ein gesundes Mittelmaß ist möglich. Ich spreche da aus Erfahrung. Auch ich habe vor 17 Monaten jemanden gefunden, der mein Leben auf den Kopf gestellt hat. Doch stellte sich für mich NIE die Frage, meine Freunde zu vernachlässigen. Dafür sind mir meine Freunde einfach zu wichtig - zu viel haben wir durchgemacht - Gutes und Schlechtes. Gemeinsam waren wir für einander da, haben uns auch mal in die Haare bekommen und doch wieder zusammengerauft. 



Vor rund einem Jahr hat meine Freundin Amy ihre neue Liebe kennengelernt. Ich freute mich sehr für sie, da wir in den Monaten davor sehr viel Persönliches geteilt haben und für einander da waren in Zeiten des Umbruches. Doch mehr und mehr änderte sich das - der Kontakt wurde weniger, die Anrufe und Emails blieben aus, genauso wie unsere Treffen in Hamburg in der Langen Reihe. 

Mehr und mehr wurde mir klar, dass sich Amy für ihre neue Liebe und gegen ihre Freunde entschieden hatte. Es gab einen Versuch der Klärung und Amy betone nochmals, wie wichtig wir ihr als Freunde sind. Nur 2 Wochen später brach der Kontakt ganz ab und seit dem ist Funktstille.

Oft denke ich an sie, hoffe, dass es ihr gut geht und sie zusammen mit ihrer Freundin in das erhoffte Leben zu zweit geht. Oft trauere ich der schönen Zeiten nach, da uns irgendwie etwas Besonderes verband. Emails und Telefonanrufe sowie Nachrichten auf dem AB blieben unbeantwortet.


Das Lied von Pohlmann "Für dich" drückt genau das aus, was ich empfinde, wenn ich an dich und unsere Freundschaft denke. Und das in letzter Zeit mal wieder sehr viel.

AMY - ich finds schade, dass du deine Freunde so zurückläßt, die dir doch angeblich so viel bedeuten. Dennoch wünsche ich dir ALLES GUTE für dein neues Leben.

Sonntag, 27. Februar 2011

Meine Oscars 2011

Heute Nacht ist es mal wieder soweit - die Oscars werden für filmische Glanzleistungen, geniale Effekte und hervorragene Musik vergeben. Bereits zum 83 Mal werden die Goldenen Männer die Besitzer wechseln und neue sowie alte Schauspieler ins Rampenlicht rücken.


Hier meine Tipps für die wichtigen Kategorien:


Actor in a Leading Role

  • Javier Bardem in “Biutiful”
  • Jeff Bridges in “True Grit”
  • Jesse Eisenberg in “The Social Network”
  • Colin Firth in “The King's Speech”
  • James Franco in “127 Hours”
=> eindeutig Colin Firth

Actor in a Supporting Role

  • Christian Bale in “The Fighter”
  • John Hawkes in “Winter's Bone”
  • Jeremy Renner in “The Town”
  • Mark Ruffalo in “The Kids Are All Right”
  • Geoffrey Rush in “The King's Speech”
=> Geoffrey Rush

Actress in a Leading Role

  • Annette Bening in “The Kids Are All Right”
  • Nicole Kidman in “Rabbit Hole”
  • Jennifer Lawrence in “Winter's Bone”
  • Natalie Portman in “Black Swan”
  • Michelle Williams in “Blue Valentine”
=> auch hier ist es für mich eindeutig: Natalie Portman


Actress in a Supporting Role

  • Amy Adams in “The Fighter”
  • Helena Bonham Carter in “The King's Speech”
  • Melissa Leo in “The Fighter”
  • Hailee Steinfeld in “True Grit”
  • Jacki Weaver in “Animal Kingdom”

=> Hailee Steinfeld ( ihr erster Film - ihr erster Oscar )

Animated Feature Film

  • “How to Train Your Dragon” Chris Sanders and Dean DeBlois
  • “The Illusionist” Sylvain Chomet
  • “Toy Story 3” Lee Unkrich 

=> alle 3 leider nicht gesehen, aber ich denke der Drachen wirds werden

Costume Design

  • “Alice in Wonderland” Colleen Atwood
  • “I Am Love” Antonella Cannarozzi
  • “The King's Speech” Jenny Beavan
  • “The Tempest” Sandy Powell
  • “True Grit” Mary Zophres
=>  schwierig, da Alice, King´s Speech und True Grit tolle Kostüme haben - dennoch ALICE.

Directing

  • “Black Swan” Darren Aronofsky
  • “The Fighter” David O. Russell
  • “The King's Speech” Tom Hooper
  • “The Social Network” David Fincher
  • “True Grit” Joel Coen and Ethan Coen 
=> King´s Speech


Best Picture

  • “Black Swan” Mike Medavoy, Brian Oliver and Scott Franklin, Producers
  • “The Fighter” David Hoberman, Todd Lieberman and Mark Wahlberg, Producers
  • “Inception” Emma Thomas and Christopher Nolan, Producers
  • “The Kids Are All Right” Gary Gilbert, Jeffrey Levy-Hinte and Celine Rattray, Producers
  • “The King's Speech” Iain Canning, Emile Sherman and Gareth Unwin, Producers
  • “127 Hours” Christian Colson, Danny Boyle and John Smithson, Producers
  • “The Social Network” Scott Rudin, Dana Brunetti, Michael De Luca and Ceán Chaffin, Producers
  • “Toy Story 3” Darla K. Anderson, Producer
  • “True Grit” Scott Rudin, Ethan Coen and Joel Coen, Producers
  • “Winter's Bone" Anne Rosellini and Alix Madigan-Yorkin, Producers 

=> die wohl wichtigste Kategorie - BESTER FILM - es kommen nur Black Swan, King´s Speech und True Grit in Frage, wobei Social Network bei den Amys ja sehr beliebt ist. Mein Tipp: King´s Speech.

Visual Effects

  • “Alice in Wonderland” Ken Ralston, David Schaub, Carey Villegas and Sean Phillips
  • “Harry Potter and the Deathly Hallows Part 1” Tim Burke, John Richardson, Christian Manz and Nicolas Aithadi
  • “Hereafter” Michael Owens, Bryan Grill, Stephan Trojansky and Joe Farrell
  • “Inception” Paul Franklin, Chris Corbould, Andrew Lockley and Peter Bebb
  • “Iron Man 2” Janek Sirrs, Ben Snow, Ged Wright and Daniel Sudick

=> hier tippe ich auf Inception. ( der auch den Oscar für "Beste Handlung in einer Handlung in einer Handlung" bekommen würde, wenn es so eine Kategorie geben würde ;) )

Oscar 2011 - True Grit

Film Nummer 3 der diesjährigen Oscar-Highlights. Ein wahrhaft mutiger Film der mit sehr wenig auskommt. Eine einfach gestrickte Handlung, wenige Charaktere und noch weniger Effekte. Aber deshalb muss der Film nicht schlecht sein - und das ist er auch nicht. 


Inhalt: Die 14-jährige Mattie Ross (Hailee Steinfeld) ist fest entschlossen, den kaltblütigen Mord an ihrem Vater nicht ungesühnt zu lassen. Da die Behörden ihr nicht helfen, will sie den feigen Mörder Tom Chaney (Josh Brolin) mit eigenen Mitteln seiner gerechten Strafe zuführen. Für 100 Dollar engagiert sie den trunksüchtigen und raubeinigen U.S. Marshall Rooster Cogburn (Jeff Bridges), der es mit dem Gesetz selbst alles andere als genau nimmt.

Widerwillig lässt er sich von Mattie überreden, sie auf die Jagd nach Chaney mitzunehmen - quer durch die gesetzlosen Weiten der Prärie. Doch sie sind nicht allein, denn auch Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) will den Flüchtigen stellen, um eine Kopfprämie zu kassieren, die auf Chaney wegen eines weiteren Mordes ausgesetzt ist. Unfreiwillig ziehen sie zu dritt weiter, und schon bald kommt Mattie dem Mörder ihres Vaters gefährlich nah ... 


Joel & Ethan Coen sind Meister ihres Fachs - mit diesem Film überraschen sie mich auf stilistisch und inszenatorisch eigenwillige Weise. Nach dem preisgekrönten "No Country for Old Men" erweisen sie mit TRUE GRIT erneut dem Western-Genre Referenz. Packend, kraftvoll und visuell überwältigend interpretieren sie den Klassiker "Der Marshall" neu. Mit Jeff Bridges in der legendären John Wayne-Rolle als verschrobener Haudegen Rooster Cogburn, einer starken Debüt-Performance von Hailee Steinfeld als toughe Farmerstochter sowie Matt Damon als selbstgefälliger Texas Ranger und Josh Brolin als feiger Mörder, gelang Joel & Ethan Coen ein wahrer Besetzungscoup.

Besonders Hailee Steinfeld als Farmerstochter hat mir sehr gut gefallen - witzig, tough und durchsetzungsstark. Und ich hoffe sehr, dass sie dafür heute Nacht den Oscar 2011 als beste weibliche Nebenrolle bekommt. Jeff Bridges spielt gut, aber für einen Oscar wird es dieses Mal nicht reichen. Dafür hat Colin Firth alle an die Wand gespielt.

Der Film bekommt von mir 8 von 10 Punkte.

Sonntag, 20. Februar 2011

Oscar 2011 - Black Swan

Film Nummer 2 der Oscar Filme 2011, den ich mir zusammen mit meinem Schatz angesehen habe. Mit meinem Schatz wird jeder Film zum Genuss. Aber den Film können sich auch Singles anschauen ;)

Inhalt: Die junge, aufstrebende Ballerina Nina (Natalie Portman) bekommt die Doppelrolle ihres Lebens: In "Schwanensee" soll sie sowohl den unschuldigen weißen als auch den dämonischen schwarzen Schwan verkörpern. Während sie die perfekte Besetzung für den weißen Schwan ist, muss sie für den Gegenpart der Figur lernen loszulassen und die dunkle Seite in sich hervorbringen.


Angetrieben von dem charismatischen Ballettdirektor Thomas Leroy (Vincent Cassel) versucht sie verzweifelt ihre Blockaden zu überwinden. Ausgerechnet die neue, attraktive Kollegin Lily (Mila Kunis) hat all das, was Nina zu fehlen scheint. Droht Nina sogar die Rolle an Lily zu verlieren?

Ninas Verzweiflung wächst, und sie stößt einen ebenso befreienden wie selbstzerstörerischen Prozess an, bei dem die Grenzen zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmen. Aber ungeachtet aller Gefahren treibt Nina ihre Vorbereitungen für die Premiere des Stücks weiter - denn für sie zählt nur eines: Vollkommenheit.



Mit "The Wrestler" sorgte Kultregisseur Darren Aronofsky weltweit für Furore - jetzt präsentiert er mit BLACK SWAN erneut eine außergewöhnliche Geschichte voller Obsessionen. Natalie Portman brilliert in diesem spannenden Psychothriller in der Hauptrolle als ehrgeizige Balletttänzerin. In Nebenrollen glänzen neben Vincent Cassel auch Mila Kunis und Winona Ryder.

Den ganzen Film über ist man sich nie sicher, was Einbildung und was Real ist. Die Leistung von Natalie Portman ist herausragend gut und man erkennt erst spät, was für ein nachhaltiges Kinoerlebnis man 107 Minuten lang erleben durfte. Mit Black Swan wird sich Frau Portman den Oscar 2011 für die beste weibliche Schauspielerin sichern können - garantiert.

Der Film verdient ebenfalls 10 von 10 Punkten - egal ob schwarz oder weiß.

Oscar 2011 - Kings Speech

Jedes Jahr versuche ich mir alle für den Oscar nominierten Filme ( in der Kategorie "Bester Film" ) anzuschauen. Dieses Jahr ist das etwas schwieriger geworden, da seit 2011 nun 10 anstatt 5 Filme nominiert sind.

Letzte Woche Montag hatte ich de Möglichkeit mir King´s Speech im Original anzuschauen und bin fest überzeugt, dass Colin Firth für seine Darstellung des stotternden Georg VI. den Oscar bekommen wird.


Inhalt: Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties (Colin Firth) Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth (Helena Bonham Carter) an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge.

Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII. (Guy Pearce) wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson (Eve Best) wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe.


Mit seinem (Tom Hooper) zweiten Kinofilm THE KING'S SPEECH gelingt ihm nun ein Meisterwerk, wie man es im Kino nicht alle Tage zu sehen bekommt. Die bei den vers. Festivals gefeierte und auf wahren Begebenheiten basierende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei höchst unterschiedlichen Männern brilliert dabei mit eleganten Bildern ebenso wie mit geschliffenen Dialogen, vor allem jedoch mit jeder Menge Witz und Menschlichkeit.

Ich kann jedem den Film im O-Ton empfehlen, da die deutsche Übersetzung viel des Wortwitzes unter den Tisch fallen läßt. Ich gebe dem Film glatte 10 von 10 Punkten.

PS: der Film beinhaltet 3 Harry Potter Darsteller - mal sehen, ob ihr alle entdecken werdet ;)

Sonntag, 23. Januar 2011

Harry Potter, Rapunzel und Grüne Hornissen

2010 war für viele Kinos und Filme sicherlich kein Erfolgsjahr. Das Jahreseinspielergebnis sah aufgrund der hohen 3D Preise noch einigermaßen gut aus, aber die Zuschauerzahlen gingen doch überall zurück. Enttäuschungen und schlecht animierte Filme gabs viele, wie zum Beispiel der nachträglich in 3D überarbeitete Film "Kampf der Titanen" und die komplett fehlende 3D Konvertierung von Harry Potter 7, Teil 1.


Damit sind wir dann auch schon beim ersten meiner 3 letzten Kinobesuche - Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1. Wahrscheinlich aufgrund der Angst vor dem kommenden wirtschaftlichen Ende der Harry Potter Saga in den Kino wurde das letzte Buch in 2 abendfüllende Kinofilme gepackt - was dem Fluss des ersten Teiles nicht unbedingt zu Gute kommt. Auch im Buch wird die Zerrissenheit der 3 Freunde in Abhängigkeit des Hucruxes sehr gut beschrieben, aber im Film zieht sich das mehr als unnötig in die Länge, nur um den Film auf eine ordentliche Länge zu Bringen. Ansonsten kommt der Film auch mit vielen action- und magielosen Szenen aus, was das Harry Potter Gefühl gänzlich fehlen läßt. Für mich ist es der schwächste aller Harry Potter Filme so far. Mehr als eine 3 ist da nicht drin. 

Wenn im 14.7.2011 der zweite und wohl auch letzte Harry Potter Teil, diese Mal auch in 3D, in die deutschen Kinos kommt, erwartet uns ein Actionfeuerwerk. Wie man so hört, wird auch der erste Teil bis dahin in 3D nachbearbeitet sein und die Harry Potter Fan erneut zur Kasse bitten. Ebenso ein Problem mit 3D Nachbearbeitungen hatte der Film Rapunzel - neu verföhnt. Der Film, der den 50ten Disneyfilm darstellt, wofür Tron: Legacy 3D extra in den Januar verschoben wurde, weißt eine tolle, wenn auch disneytypische Storyline auf. Das Gesinge empfand ich aufgrund der deutschen Stimme von Alexandra Neldel mehr als unpassend und nervig. Allein das Pferd Maximus, welches sich mehr für einen Hund hält und das sich noch im Wechseltraining befindende Chamäleon Pascal retten mit ihren Gags den Film, da die Story nichts Neues hergibt. Daher gibts auch für diesen Film nur eine 3.

Auch mein letzter Film ist ein 3D Film, der ebenfalls, so scheint es aktuell leider im Filmbusiness üblich zu sein, nachbearbeitet wurde - The Green Hornet. Verfilmt wurde hier eine Radioserie aus den 30er Jahren, welche schonmal ihren Weg auf die Fernsehbildschirme schaffte und Bruce Lee, als Sidekick bekannt machte. Genau wie die beiden anderen Film auch, hat der Film ein großes Manko - hier ist es der nervige Hauptdarsteller Seth Rogen. Hinzu kommen noch die äußerst unpassende Synchronstimme von Christoph Waltz und die nur spärlich eingesetzten 3D Effekte. 

Dennoch hat der Film gute Action und einiges an Witzen sowie coolen Sprüchen zu bieten, da sich die Hauptdarsteller selbst nicht all zu ernst nehmen. Für den weilblichen Part sorgt Cameron Diaz und bietet so dem Helden Duo einen optischen Gegenpart. Am Ende unterhält der Film für 2 gute Stunden, wobei man sich den Zusatzbeitrag für 3D wirklich schenken kann. Meine Bewertung ist eine 3+.

Freitag, 31. Dezember 2010

2010



- "Es war das Jahr der Zweisamkeit mit meinem Schatz"
- "Das Jahr der Freude über die viele Ausflüge mit meinen Freunden."
- "Das Jahr, in dem wir über die Integration von Ausländern und unterirdischen Bahnhöfen diskutierten." 
- "Es war das Jahr der Aufregung - über GoogleStreetview,Wikileaks, Schneemassen und Aschewolken."
- "Das Jahr grosser Trauer - um Rue McClanahan ( Golden Girls ), Tony Curtis und Leslie Nielsen." 
- "Es war das Jahr des Wunders von Chile und der Rettung von Karstadt." 
- "Es war das Jahr der Änderungen, als die Grünen an Macht gewannen und die Gelben untergingen."
- "Und das Jahr des Abschieds von einer Freundin, die sich neuen Lebensabschnitten witmete."
- "Es war das Ende einer 7jährigen Arbeits-Misere." 
- "Es war der Start in meinem Traumjob."
- "Das Jahr, in dem die Bahn die Sauna in ihren Zügen einführte und wieder nicht mit dem Winter rechnete."
- "Und das Jahr in dem unser Fussball EM Team trotz der Hilfe einer Krake wieder nur Sieger der Herzen wurde." 
- "Das Jahr in dem ich William Shatner und Katee Sackhoff traf."
- "Es war auch das Jahr, als Deutschland zur Nation der Wutbürger wurde."
- "Und es war das Jahr als Sandra Bullock den Oscar für "Blind Side" gewann." 
- "Es war das Jahr als Stargate Universe und Caprica abgesetzt wurden."
- "2010 war das Jahr, indem Arbeit nicht so wichtig war wie Gesundheit."

"Das war mein 2010."

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Ich wünsche all meinen fleißigen und geduldigen Lesern ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest.

Genießt den Schnee vom Fenster aus und verbringt einige ruhige Tage im Kreis eurer Familie.

In diesem Sinne: FROHE WEIHNACHTEN...

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Winterliches Dresden

Weihnachtsmärkte gibt es in fast jeder Stadt. Wenn man einige gesehen hat, kennt man sie doch alle - immer die gleichen Essens- und Glühweinstände, kaum was Neues oder Originelles. Und an jeder Ecke wird der kommerzielle Sinn des Weihnachtsfestes deutlich. Vor einigen Jahren war ich mit Freunden auf dem Nürnberger Weihnachtsmarkt und war damals mehr als positiv überrascht, dass es doch noch einen traditionellen Weihnachtsmarkt in Deutschland gibt.



Vor einiger Zeit erzählte mir mein Schatz, dass der Dresdner Striezelmarkt als schöner wie auch traditioneller Weihnachtsmarkt bekannt ist. Daher stand unser Entschluss recht schnell fest, dieses Jahr nach Dresden zu fahren und dem weihnachtlichen Getue beizuwohnen. Bereits auf unserer Bahnfahrt gen Südosten nahm das winterliche Wetter und die Schneemassen immer mehr zu und verstärkten das weihnachtliche Gefühl um ein Vielfaches.



In Dresden angekommen, kämpften wir uns durch den einsetzenden Schneesturm zum Hotel, um von dort nach einer kleinen Verschnaufpause in Richtung Dresdner Altstadt zu starten. Bereits vor dem eigentlichen Weihnachtsmarkt trafen wir auf die ersten mit Schnee bedeckten Buden und gönnten uns erstmal ein Brötchen mit gegrilltem norwegischem Lachs und eine Tasse Glög. Der Glög wärmte uns von innen, da uns der Winter von aussen mit seinen Minus 8 Grad stark zusetzte. 



Der eigentliche Markt übertraf alle meine Erwartungen - viele handwerkliche Buden und Stände, eine Stollenbäckerei und ein Wichtelhaus. Ab und an gönnten wir uns ein heißes Getränk, wie weißen Kakao oder Bioglühwein, schlenderten von Stand zu Stand und sahen den Bäckern beim Stollenbacken zu. Ab und an begegneten wir singenden Gauklern und Schmieden, die ihre Kunst der Allgemeinheit präsentierten. Für das leibliche Wohl sorgten Rahmbrote sowie Rosinen- und Marzipanstollen.


Nach einigen Stunden auf dem Weihnachtsmarkt verbrachten wir den Rest des Abends im Feldschlössen-Stammhaus, einer Brauerei. Das denkmalgeschützte Maschinenhaus ist das letzte noch erhalten gebliebene Gebäude der einstigen "Aktienbrauerei zum Feldschlößchen", die im Jahre 1858 gegründet wurde. Wir wärmten unsere kalten Knochen mit einer Schwammespaltensuppe sowie einer sächsischen Kartoffelsuppe auf, bevor es auf dem Weg zum Hotel eine erneute Schneeballschlacht gab.




Nach einem ausgiebigen Frühstück wurde ich von meinem Schatz ins Dresdner Asisi Panometer eingeladen. Es sind die berühmten Dresdner Veduten des Malers Bernardo Bellotto, auch Canaletto genannt, die den Berliner Künstler Yadegar Asisi zu seinem 360°-Panorama der Elbestadt inspiriert haben. Und so konnten wir eine faszinierende visuelle Zeitreise unternehmen – nach Dresden mitten hinein in einen sonnigen Augusttag des Jahres 1756. Das in einem Gasometer beeindruckende 3D auf einer 2D Leinwand darstellte Erlebnis kann ich jedem Dresdenbesucher nur empfehlen.




Wir kämpften uns durchs winterliche Dresden zurück in die Altstadt, um die Frauenkirche zu Dresden zu besichtigen. Viel beschrieben, legendenumwoben, weltbekannt. Man nannte sie schon einen „Trotzkopf“, den „protestantischen Petersdom“ oder die „Feste Burg“. Nicht umsonst steht vor ihr Martin Luther - als Denkmal zur Erinnerung an die Zeit der Reformation. Die Frauenkirche zu Dresden ist Symbol der Stadtgeschichte, sichtbarer Mittelpunkt Dresdens und zugleich Zeichen bürgerlicher Kultur der ehemaligen Residenz- und heutigen Landeshauptstadt.




Dem Aufstieg auf den 95 Meter hohen Kirch- und Aussichtsturm folgte eine wunderschöne Aussicht über Dresden, der Alt- und Neustadt bei winterlich kalten Temperaturen. Für den Abstieg nutzten wir den Fahrstuhl und unser Weg führte uns als nächstes zu den Brühlschen Terrassen. Diese sind ein architektonisches Ensemble und eine touristische Sehenswürdigkeit in Dresden. Sie liegt im Stadtzentrum in der Altstadt und erstreckt sich über etwa 500 Meter entlang der Elbe zwischen der Augustusbrücke und der Carolabrücke. Die Brühlsche Terrasse wird auch als Balkon Europas bezeichnet. Der Eintritt in bzw. auf die Terrasse gestaltete sich aufgrund der vereisten Treppe und der folgenden Schneemassen etwas schwierig, aber nicht unmöglich.


Zum Mittag gabs eine Gänsekeule mit Rotkohl und Knödel, bevor wir ein letztes Mal über den Striezelmarkt wanderten. Dabei nahmen wir natürlich auch noch 3 Geocaches mit, welche recht leicht zu finden waren. Nach dem Kauf einiger Souvenirs ging es dann mit der Bahn zurück nach Berlin. Damit ging ein wunderschöner Ausflug mit meinem Schatz zu Ende und der Besuch des Striezelmarktes bleibt sicherlich noch lange in freudiger Erinnerung.