Dienstag, 31. März 2009

Texas, Tag 8

Eine Woche des tollen Urlaubs ist leider schon vorbei, aber 10 Tage liegen noch vor mir.

Auch heute weckte uns die Sonne mit ihren warmen Strahlen. Sie hatte allerdings etwas Erbarmen mit uns und ließ uns bis 8.30 Uhr schlummern.

Auf dem Weg von Austin nach San Antonio lag ein Prime Outlet. Das kannten wir bereits aus Orlando und so wußten wir genau, dass wir dort einen Zwischenstopp einlegen mussten.

Prime Outlets sind eine Ansammlung von Outlet Stores verschiedener Labels, wie Nike, Adidas, Puma, Reebok, GAB, Tommy Hilfiger, Calvin Kleine, Fossil, Banana Republik und 100 anderer Geschäfte. Die Preise liegen dabei bereits rund 30 - 50% unter den normalen Ladenpreisen. Zusätzlich wird hier dann noch mit weiteren Rabatten gelockt, wie kaufe 2 und das dritte Teil ist dann umsonst usw.

Da fällt auch mir die Auswahl nicht schwer und die Kreditkarten glühen nur so. Bereits im Adidas habe ich heute 8 kurze Hosen und 2 Shirts gekauft. Bei Ecko Ltd. gabs dann noch ne Jacke, ein Hemd und eine kurze Hose dazu.

Bei Reebok und Puma hab ich dann leider gar nichts passendes für mich gefunden. Meiner Kreditkarte und meinen Geldbeutel tat das aber ganz gut ;) Nach einer kurzen Zwischenmahlzeit bei Subways gings dann weiter zu Levis. Dort fand ich dann endlich eine Jeans, welche mir gefiel und mit 32 Dollar auch günstig war.

Danach folgte noch ein Abstecher zum Calvin Klein Shop. Auch hier wurde noch das eine oder andere Kleidungsstück mitgenommen. Nach fast 4,5 Stunden Powershopping waren beide Autos voll mit Einkäufen und wir fuhren endlich weiter nach San Antonio.

Nachdem wir unser neues Hotel bezogen hatten, versuchte ich übers Internet Karten für das Basketballspiel der Dallas Mavericks gegen Utah Jazz in der nächsten Woche zu bekommen. Das ist eines der letzten Spiele vor den Playoffs. Leider war es bei Ticketmaster nicht möglich, die Karten zu bestellen, weil deutsche Kreditkarten nicht anerkannt werden. Die nette Dame an der Rezeption konnte uns allerdings an ein Ticketmaster Callcenter vermitteln, bei dem wir morgen die Tickets telefonisch bestellen können.

In den frühen Abendstunden statteten wir San Antonio Downtown einen Besuch ab. Wir wollten uns den berühmten RIVER WALK anschauen. Die ist eine Art Wasserstrassensystem a la Venedig. Diese Wasserstrassen liegen allerdings eine Etage tiefer als die übrige Stadt, praktisch im Untergeschoss.

Der RIVER WALK bot uns sehr viele tolle Aussichten - die Wanderwege lagen direkt an den Wasserstrassen. Wassertaxis boten ihren Service jedem willigen Reisenden an. Nach rund einer Stunde des Spazierengehens, nahmen auch wir das Angebot einer Wasserrundfahrt an.

Gegen 20 Uhr betraten wir das Boot und unter fachmännischer Anleitung unseres Reiseführers lernten wir viel Neues und Wissenswertes über die Geschichte und vers. Gebäude der Stadt.

Danach nahmen wir in einem, am RIVER WALK gelegenen Restaurant Platz und genossen die allabendliche Atmosphäre.

Bevor es zurück ins Hotel ging, machten wir noch einen Halt bei Walmart, um einige Getränke einzukaufen. Natürlich blieb es mal wieder nicht dabei und so fanden verschiedene CDs und andere Artikel ihren Weg in unseren Korb.

Montag, 30. März 2009

Texas, Tag 7

Und wieder beginnt ein schöner Urlaubstag recht früh um 7.30 Uhr. Kaum habe ich die Gardine in unserem Hotelzimmer zur Seite geschoben lacht mich auch schon die Sonne Texas an. Bereits um 8 Uhr haben wir warme 14 Grade draußen. Damit fällt einem das Frühstück viel leichter.
Danach beladen wir schnell das Auto und auf gehts nach Austin, Texas Hauptstadt. Unser Weg führt uns direkt zum Capitol, welches den Sitz des Senates und des Abgeordnetenhauses beinhaltet. Das 5stöckige Gebäude ist auch an Sonntagen mit seinem Ausstellungen für Besucher geöffnet.

Bereits im Eingangsbereich stehen die Gründerväter Texas Stephen Austin und Sam Houston. Natürlich nicht persönlich, sondern nur aus Mamor. In der grossen kreisförmigen Halle sind alle Staatsgouverneure bildlich festgehalten, auch der Busch.
Was auffällt, ist, dass man in Texas recht wenig vom Obama Fieber mitbekommt. Es ist klar, dass Texas mehr zu den Republikaner hält. Allerdings erhielt auch Obama viele Stimmen aus Texas und daher verwundert diese Zurückgehaltenheit ein bisschen.

Wir stiegen die Treppen hinauf in den ersten Stock und schauten uns die Senats- und Abgeordnetensäle an, in denen montags bis freitags die Gesetze und Verordnungen für den Bundesstaat Texas beschlossen werden.

In den anderen Stockwerken konnte man die Geschäftsstelle des Finanzministeriums, den Saal des obersten Gerichtshofes und die Parlamentsbibliothek anschauen. Im Keller gabs dann den obligatorischen Giftshop.

Abschließend folgte ein Spaziergang durch den anliegenden Park, der mit Eichhörnchen besiedelt war. Die Sonne tat ihr übliches, um den Vormittag so angenehm wie nur möglich zu gestalten.
Unser Mietwagen brachte uns die ... Road entlang zu einem weiteren Szeneviertel mit einem kleinen Flohmarkt, Szeneläden und einigen Open Air Bars mit Livemusik. Auch hier nahmen wir in einem Lokal Platz, assen einige Nachos mit verschiedenen Dips und lauschten der Jazz-Musik.

Einen Frozen Magarita später fuhren wir zurück zum Hotel, da Holger heute unsere Reisegruppe vergrößerte und direkt vom Flughafen Dallas nach Austin fuhr, um uns zu treffen.

Abends ging es erneut in die 6th Street, um der berühmten Austiner Livemusik zu lauschen. Wir nahmen in einer Bar Platz und tranken unsere im Eintritt enthaltene Freigetränke zu den Klängen zweier Bands. Die erste Band erinnerte mit ihrer Musik mehr an Linkin Park. Die Zweite war etwas ruhiger, aber nicht weniger gut.

Sonntag, 29. März 2009

Texas, Tag 6

Der sechste Tag meines Texas-Urlaubes begann gegen 8 Uhr. Erstaunlichweise schien draussen bereits die Sonne, als ich das erste Mal einen Fuss von unsere Hoteltür setze, um die Zeitung reinzuholen. Im Fernsehen laufen aktuell nur Berichte über die Überschwemmungen in North Carlolina und über die Tornadowarnungen aus anderen Bundesstaaten, östlich von Texas.

Gleich nach dem Frühstück ging es nach Fredricksburg, der deutschen Hochburg Texas. Auf dem Weg dorthin, legten wir einen Zwischenstopp in Mason, einer kleinen Stadt aus dem Jahre 1874 ein. Hier schien die Zeit stehen geblieben zu sein, denn die Häsuer und auch die Einwohner waren alles andere als zeitgenössisch.

Wir besuchten einen alten Laden, wo uns der Besitzer herzlichst begrüßte und aus seiner Vergangenheit erzählte. Schnell hatte er einige Bücher über die Geschichte der Stadt parat und zeigte uns einige Bilder aus den letzten beiden Jahrhunderten.

Im örtlichen Cafe nahmen wir noch eine kleine Auszeit von dieser Nostalgie, bevor es weiter in Richtung Fredricksburg ging. Das Erste was uns nach der Ankunft in der dt. Enklarwe Texas ins Auge fiel, war ein bayrisches Restaurant. Dieses liessen wir aber links liegen und machten lieber Halt bei einem grossen Ausstellungsladen mit vielen selbstgemachten Möbeln aus Holz und Stahl, sowie wunderschönen Wandbehängen in 3D.
Zum Glück gab es auch viele tolle Kleinigkeiten, die unsere Geldbeutel nicht all zu sehr in Anspruch nahmen. Also alles bezahlt und weiter gings zum National Museum of Pacific War. Dort gab es kreisförmige Gedenktafeln der US-Präsidenten, die vor ihren Amtsantritten in der US Armee gedient hatten.

An vielen weiteren Wänden und Mauern wurde der gefallenen Soldaten aus dem zweiten Weltkrieg gedacht. Die Georg W. Bush Ausstellung besuchten wir aus Zeitgründen nicht mehr. Lieber schlenderten wir die Mainstreet entlang, lauschten Livemusik aus einer Bar und nahmen dann selbst in einer Bar für einen Snack Platz.
Einige Einkäufe später saßen wir wieder im Auto, dieses Mal in Richtung der Hauptstadt Texas, Austin. Gegen 17 Uhr erreichten wir unser Hotel, welches allerdings ausgebucht war. Die Dame an der Rezeption konnte uns aber ein Zimmer in der gleichen Hotelkette vermitteln. Also checkten wir dort ein, brachten nur schnell die Koffer aufs Zimmer und fuhren dann gleich zum Rodeo weiter.
Das Rodeo fand im Travis County Expo Center statt. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass es keine Eintrittskarten mehr gab, nur noch Stehplätze ohne Garantie, was sehen zu können. Dennoch kauften wir für 35 Dollar die Karten und suchten uns freie Sitzplätze.

Das Rodeo bat uns viele verschiedene Diszilinen, wie Zeitreiten auf Pferden und Bullen, Hindernisse umreiten und Kälber einfangen mit den Händen und mit Lassos. Alles sehr aufregend und spannend, wenn man das erste Mal ein Rodeo besucht.

Nachdem alle Gewinner in den jeweiligen Disziplinen feststanden, folgte ein Country-Konzert der hiesigen Größe Kevin Fowler. Die Halle war brechend voll, die junden Mädels hielt nichts auf den Sitzen und die ganze Halle sang die Texte mit - naja fast, denn wir kannten kein einziges Lied. Die tolle Stimmung steckte uns schnell an und wir waren mehr mittendrin statt nur dabei.

Seit Mitternacht sind wir wieder im Hotel und ich bin total ko. Morgen wird erstmal ausgeschlafen und danach werd ich das Fitnessstudio im Hotel aufsuchen. Habs die letzten Tage etwas schleifen lassen - aber das ist eben URLAUB ;)

Samstag, 28. März 2009

Texas, Tag 5

Und wieder ist ein Tag Urlaub in Texas vorbei. Es war ein schöner Tag mit vielen tollen Eindrücken von Texas Natur, so wie man sich es vorstellt. Aber fangen wir am frühen Morgen an.

Frühstück im neuen Hotel war sehr gut. Danach gings erstmal zum Walmart, um CD Rohlinge zu kaufen, damit wir im Auto Country Musik hören können. Die paßt am besten zu Texas und langen Autofahrten auf dem Highway.

Zuerst ging es zur Dyess Air Force Base westlich von Abeline. Wie sollte es anders sein, war die Base nicht wirklich gut ausgeschildert und das Navi zeigte Highwayabfahrten an, wo gar keine waren. Dennoch haben wir die Air Force Base gefunden. Also rauf auf den Parkplatz und rein ins Visitor Center.


Der junge Soldat am Anmeldetresen sah schon sehr streng aus. Tani und ich waren trotzdem gut aufgelegt und machten so unsere Witze. Als wir an der Reihe waren beantragten wir 3 Besucherausweise. Der Soldat fragte, warum wie 3 Stück benötigten. Meine Antwort war: "Ähm 3 Leute = 3 Ausweise". Selbst der Soldat konnte sich das Lachen nicht verkneifen.

Was wir nicht wussten, war, dass man einen Angehörigen oder eine Einladung für den Besuch auf der Air Base benötigt. Tja, beides hatten wir nicht, ergo haben wir nur noch einige Fotos von Flugzeugen vor der Air Base gemacht und mussten dann unverrichteter Dinge wieder abfahren.

Da wir genug Sehenswürdigkeiten auf unserem Tagesplan hatten, ging es gleich weiter zum Buffalo Gab Historic Village mitten in der Einöde Texas. Das Navi führte uns mitten durch die Botanic. Aber das hat uns sehr gut gefallen, kein Highway - einfach nur unberührte Natur. Eigentlich fehlten nur noch die vorbei reitenden Cowboys.

Wir sahen einige wilde Tiere - so eine Art Fasan, nur größer und Dammwild, welches schön an der Strasse für die Kamera posierte.

Das Historic Village ist eine Ansammlung alter Häuser aus dem 19 und 20 Jahrhundert. Es war ein Postamt, eine Schule, ein Wohnhaus, eine Schmiede und viele Werk- und Fahrzeuge zu begutachten.

Danach gings weiter nach San Angelo, unserem nächsten Übernachtungsstop. Gegen 14 Uhr fanden wir somethere in the middle of nowhere eine typisch texanische Kneipe, welche mehr eine alte Tanke mit nem Shop und ner Essensgelegenheit war. Holzplatten mit Stacheldraht an den Wänden, Burger und Rips zu Essen und nur wenig andere Gäste.

Der Laden war richtig klasse, die Bedienung so typisch texanisch und nuscheld, dass man sie kaum verstand, das Essen war sehr gut und der eine oder andere mexicanische Gastarbeiter oder alteigesessener Ranchbesitzer schaute für einen Smalltalk vorbei.

Beim verlassen des Lokals, kam endlich die Sonne aus ihrem allmorgendlichen Schlaf und versuchte die tägliche Kälte zu vertreiben. Ohne Pullover und einem warmen Auto ist man in Texas aktuell vor 12 Uhr aufgeschmissen.

Nach weiteren 2 Stunden Autofahrt durch tolle Landschaften, vorbei an vielen Ranchen mit Rindern und Pferden, verlassenen Autowracks und einigen einsamen Häusern erreichten wir San Angelo und bezogen unser Hotel.

Gerade sind wir zurück vom Abendessen bei Miss Hatties. Ich hatte von dem Lokal im Internet gelesen und wir waren sehr begeistert. Zuerst mussten wir zwar auf einen Tisch warten, da an diesem Abend Livemusik angesagt und der Laden und alle Tische besetzt waren.

Zu Essen hab es rote Tachos und Nachos mit Guacamole und Salzadip. Die Bedienung laß uns jeden Wunsch von den Augen ab, Getränke wurden kostenlos nachgeschenkt und so verbrachten wir einen tollen Abend in einem klasse Restaurant.

Freitag, 27. März 2009

Texas, Tag 4

Heute war unser erste Abreisetag, nachdem wir die letzten 3 Tage in Dallas bzw Fort Forth verbracht haben. Gleich nach dem Frühstück landeten die Koffer im Wagen und auf gings nach Wichita Falls. Das Wetter morgens war wie immer - kalt und neblig. Um unser Gemüt wieder auf Urlaub zu trimmen, wurde im Radio wieder ein Countrysender eingestellt.

180 km später waren wir am Outletstore in Gainsville angkommen. Hier wurden die ersten Hosen und Shirts gekauft. Schuhe hatte ich mich gestern schon geleistet. Zufälligerweise trafen die Manu, die Frau von Konny Reimann bei GAB, die dort arbeitet. Wir haben uns ne Weile mit ihr über ihr aktuelles Leben und den Umgang mit Touristen unterhalten. Witzig war, dass nicht wir, sondern sie uns angesprochen hatte. Wir hätten sie nicht erkannt.

Ein leichter Nieselregen brachte uns dazu, nicht weiter nach Wichita Falls zu fahren, sondern gleich weiter nach Abilene, welches rund 350km südlich von Dallas liegt. Hierzu mussten wir einfach der Interstate 30 gen Süden folgen.

Unser Mittagessen nahmen wir im CHILLIES ein, einem örtlichen STEAK- und Südstaatenlokal. Die Essens- und Magaritaauswahl war riesig. Tani und ich entschieden uns für das Chili, Mario für Facitas Trio. Eine riesige Schale Chips gabs gratis dazu.

Mit vollgeschlagenem Magen gings wieder auf die Autobahn. Leider ist das Speedlimit mit 70 Milen pro Stunde sehr niedrig, sodass man hier Stunden für kürzere Entfernungen einkalkulieren muss.

Ab Mittag kam die Sonne raus und die Temperaturen näherten sich der 22 Grad Marke. Am Abend folgte noch eine kurze Rundfahrt durch Abeline und danach gings ins Hotel. Dort gabs den einen oder anderen After Dinner Drink ( aka Cuba Libre ) gepaart mit der Planung für die morgigen Ausflüge. Auf dem Plan steht der Besuch einer Air Force Base und einer Ranch. Mal sehen, was draus wird ;)

Mittwoch, 25. März 2009

Texas, Tag 3

Sonnenschein, warmes Wetter bei 25 Grad und keine Wolke am Himmel. Ähm STOP - das war die Wettervorhersage für heute. Die Realität sah aber anders aus. Als wir gegen 7.30 Uhr aufgestanden sind waren draußen sagenhafte 10 Grad. Die Sonne zeigte sich, wenn überhaupt nur kurz.

Nach unserem Frühstück ging es über den Highway 30 nach Dallas, der zweitgrößten Stadt Texas. Schon von weitem sahen wir die Hochhäuser, die zeitweise durch die 4 übereinander liegenden Highways verdeckt wurden.

Unserer Tagesziel war der Fairpark - eine Ansammlung von Museen, einem Aquarium und dem dazugehörigen Freizeitpark. Das Aquarium war leider wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Daher gingen wir gleich weiter ins Scienes Museum, welches mit den Tieren Texas, einer Fossilien- sowie Mineralienausstellung und einem dazugehörigen Labor lockte.

Mir haben besonders die übergroßen Fossilien einer Riesenschildkröte, vers. Dinosaurier und eines Mammuts gefallen. Im Preis des Kombiticktes war auch der Besuch des IMAX Kinos inbegriffen und wir entschieden uns für den Film über Korallenriffe.

Der fast 50minütige Film bot atemberaubende Aufnahmen von Riffen der ganzen Welt, viele wunderschöne Bilder von Fischen und Haien. Aber auch die Zerstörung der Riffe durch die Erderwärmung, Überfischung und Wasserverschmutzung wurde sehr gut dargestellt.

Nach einem kurzen Besuch im Museumsshop folgte die Autofahrt nach Dallas Downtown. Schnell 2 Dollar in die Parkuhr geworfen und schon saßen wir in einer Bäckerei und genossen Kaffee, einen Chai Latte mit Muffins und Cookies.

Bereits während der Autofahrt hörten wir im Radio von einem Thunderstorm, der gegen 16 Uhr die Stadt erreichen sollte. Gerade im Cafe eingekehrt zogen die ersten dunklen Wolken auf und nur kurze Zeit später schlug der erste Blitz im gegenüberliegenden Hochhaus ein. Zum Glück haben die Häuser alle einen Blitzableiter und so kam niemand zu Schaden.

30 Minuten warteten wir, dass das Gewitter weiterzog, aber der Gefallen wurde uns nicht getan. Wir trotzten dem Regen und zogen dennoch wenigstens eine Runde um den Block, bevor wir zu nass waren, um weiter im Regen zu laufen.

Also entschlossen wir uns zum nächstgelegenden ShoppingCenter zu fahren und dort unserer Einkaufslust zu frönen. Mario kaufte eine Hose und ein Gürtel bei Ed Hardy für rund 220 Dollar und ich eine Creme bei Lush. Die anderen Läden waren ebenfalls recht teuer und mit der Aussicht aufs OutletCenter entschlossen wir uns, unsere Geldbörsen zu schonen.

Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Stop bei Best Buy, so ne Art MediaMarkt ein, kauften trotz der grossen Auswahl an aktuellen DVDs und Spielen nichts. Waltmart und ein Liquorstore waren die letzten Anlaufpunkte des Abends. Wir mussten sagenhafte 50 Minuten auf unser Grillhähnchen warten, bevor es in unseren Einkaufswagen landete.

Mein Sonnebrand ist schon etwas besser geworden, da ich die Lidocaincreme vom letzten Jahr wieder dabei habe. Morgen gehts weiter nach Wichita Falls, wo es, wie der Name schon sagt, vers. Wasserfälle geben soll.

Texas, Tag 2

Neuer Tag - weiterhin Urlaub ;)

Nach einer recht ruhigen Nacht ( mal abgesehen vom Musiklärm der örtlichen Jugend und der vorbeifahrenden Motorräder ) ging es gegen 9 Uhr zum typischen texanischen Frühstück. Zuerst dachte ich natürlich an Fleisch, Fleisch und Fleisch, welches sich dann in Form von Klopsen und Würstchen darstellte, gepaart mit Rührei, Fruitloops und selbstgemachten Waffeln mit Ahornsirup.

Ordentlich gestärkt gings dann mit dem Mietwagen nach Fort Worth City, speziel nach Downtown. Dies ist der Wirtschaftsstadtteil mit Hochhäusern und einer Menge historischer Bauten. Zusätzlich gibt es einige kleinere Westernstores für Touries und ganz vielen netten Bars.Irgendwie waren wir aber die einzigen Touristen und um die frühe Uhrzeit war nicht viel los.

Nach einer grossen Runde um den Block fuhren wir dann weiter zum Stockyard Stadtteil, der mit der Cowboy Hall of Fame, dem Rodeo Plaza und einem täglich stattfindenden Viehtrieb lockt. Zuerst ging es vorbei an vielen Bars und Steakhäusern in die Texas Cowboy Hall of Fame. Die bestach durch sehr viele altertümliche Kutschen und Fotos von ehemaligen Rodeolegenden. Im den umliegenden Shops wurden die ersten Texas Souvenirs gekauft.

Auf der gegenüberliegenden Strasse stand schon die nächste Touristenattraktion - ein Bulle zum reiten. Zum Glück war am Bullen noch ein Cowboy dran, der den Bullen in Zaum hielt. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, den Bullen zu besteigen.

Weiter gings in Richtung der Stockyard Shopping und Dinner Mall. Hier gabs weitere sehr interessante Läden mit selbstgemalten Bildern, handgearbeiteten Wanddekorationen und aus Hufeisen gearbeitete Cowboys. Natürlich hatte alles seinen stolzen Preis. Zusätzlich trafen wir auf einen Süßigkeitenladen, in dem es auch ausgefallene Esswaren wie Maden mit Käse- oder BBQ-Geschmack gab.

Wir legten einen kurzen Zwischenstopp im Rodeo Colloseum ein, bevor es um 16 Uhr zum täglichen Viehtrieb kam. Dabei wurden rund 20 Rinder durch Cowboys die Hauptstrasse entlang getrieben - das perfekte Touristenspektakel. Mit vielen tollen Bildern verliessen wir Stockyards in Richtung des Cowgirl-Museums. Dort angekommen brauchten wir keinen Eintritt zu zahlen, da die Ausstellung nur noch 30 Minuten geöffnet hatte. Dennoch reichte die Zeit vollkommen aus, um beide Stockwerke mit Ausstellungsstücken und einen 10minütigen Film über das Cowgirlfeeling zu sehen.

Zurück im Hotel suchten wir erstmal die Bar auf, denn zwischen 17 und 18.30 ist hier die Sozial Hour mit Freigetränken. So kann man, wenn man möchte, die anderen Hotelgäste kennenlernen. Ich bin dann noch ins Fitnessstudio gegangen, um dort 30 Minuten auf dem Laufbahn und 10 Minuten auf dem Crosstrainer zu verbringen. Jetzt bin ich wieder auf unseren Hotelzimmer und werde mich gleich fertig machen, da es zum Steak essen geht und danach nochmal nach Downtown ins Nachtleben.


Update: sind gerade vom Essen zurück. Wir waren in einem tollen Fischrestaurant. Mario hatte Krokodil, Tani eine Fischplatte und ich den Katzenfisch. Alles recht scharf, aber sehr lecker. Dennoch viel zu viel.

Dienstag, 24. März 2009

Texas, Tag 1

Endlich Urlaub!!!

Bereits am 22.3. fuhr ich daher nach Berlin, um bei Freunden zu übernachten, mit denen ich nach Dallas, Texas, USA fliege. Am Abend wurden noch die letzten Sachen in den Koffer gepackt und schnell musste ich feststellen, dass ich mein Ladekabel fürs neue, pinke Netbook zuhause in Lübeck, vergessen hatte.

Zum Glück sind meine Freunde technisch gut ausgerüstet, sodass sich ein passender Ersatz finden ließ. Danach wurden noch schnell einige Videos und Musikdateien auf das Netbook geladen, damit man auch im Urlaub gut unterhalten ist.

Gegen 21.30 Uhr ging ich dann ins Bett, denn bereits um 3 Uhr hieß es wieder aufstehen. Unser Taxi, ein Freund von Tanja & Mario kam gegen 4 Uhr, um uns mit seinem Mercedes zum Flughafen zu fahren.

Dort angekommen sahen wir uns mit einer langen Schlange beim Check in konfrontiert, die sich erst einige Minuten vor dem Abflug lichtete. Also schnell das Gepäck aufgegeben und dann ging’s auch schon in den ersten Flieger nach Amsterdam. Nach rund 75 Minuten leicht turbulenten Flug landeten wir sicher in Amsterdam. Am Flughafen suchten wir dann den örtlichen Starbucks auf, um so unsere 2,5 Stunden Wartezeit zu überbrücken.

Zurück durch die Passkontrolle folgten wir den Massen Richtung Gate E22, welches natürlich ganz am Ende des Terminals lag. Check in und Boarding erfolgte ohne größere Probleme und so sitzen wir nun im Flieger nach Dallas. Aktuell sind wir irgendwo über dem Ozean, um irgendwo über Canada wieder auf Festland zu treffen.

Das erste Essen gab es an Board auch schon – Asiatisch mit einem Cocos-Reis-Nachtisch. Alles sehr lecker. Die Filmauswahl ist ebenfalls sehr gut – Wanted, Hancock, Slumdog Millionäre, Burn after reading, Quantum of Solance, Twilight und viele weitere Highlights stehen neben unzähligen aktuellen Musikalben und Videospielen zur Auswahl. Was gelernt haben wir auch schon – die neue Bezeichnung für Alkohol ist hier „After Dinner Drinks“. Find ich klasse ;)

Zum Glück vergingen die 11 Stunden Flug wie im Fluge und so kamen wir gegen 15 Uhr in Dallas an. Kurze Zeit später hatten wir unseren Mietwagen bzw. die Mietwagenkategorie gebucht und durften uns selbst auf dem Parkplatz ein Auto aussuchen. So wie Männer eben sind, musste es natürlich ein richtig grosses Auto sein.


Mit unserem Navi war die Fahrt zum Hotel kein Hindernis. Zur Begrüßung gabs im Hotel für jeden 2 Gratisgetränke, die wir gern in Anspruch nahmen, bevor wir uns wieder in den Mietwagen setzten, um Richtung Wallmart zu fahren. Es folgte ein kurzes Abendessen und so klang unser erster Abend dann aus. Während die anderen schon schlafen, schreibe ich noch schnell diese Zeilen und lade ein paar Bilder hoch.

Talk, talk, talk

In der letzten Woche führte ich einige Gespräche, die ich schon sehr lange vor mir hergeschoben hatte. Und wer mich kennt, weiß, dass ich mir gerade vor solchen „unangenehmen“ Gesprächen immer sehr viele Gedanken über die möglichen Verläufe und Konsequenzen mache. Häufig völlig zu Unrecht.

Natürlich kann es mal nicht allen recht machen, dem bin ich mir auch bewusst. Zuerst folgte das Gespräch mit Tom über eine Situation, die mir schon seit einiger Zeit auf der Seele lag. Zum Glück hatte ich die Tage und Wochen vorher schon mit vielen fragen versucht, seinen Standpunkt herauszubekommen und so verlieft das Gespräch am Mittwoch Abend besser als ich es erwartet habe.

Ok, der Einstieg ist nie leicht, gerade wenn es um persönliche Sachen geht. Aber Tom ist eh ein sehr aufgeschlossener Freund und so konnte ich meine anfängliche Nervosität schnell ablegen und ungezwungen über alles mit ihm reden. Nachdem Tom dann am Abend gegangen war, war ich so erleichtert, wie selten zuvor.

Dennoch war dies erst das erste Gespräch, was ich bewältigt hatte. Aufgrund meines neuen Buches „Das Glück kommt selten allein“ von Dr. Eckhardt von Hirschhausen führe ich jetzt täglich ein Glückstagebuch, indem ich täglich 5 Dinge festhalte, die mich glücklich gemacht haben.

Das Gespräch mit Tom nahm dabei gleich die Plätze 4 und 5 ein. Freitag Abend folgte dann das nächste Gespräch. Jessica, eine gute Freundin und ehemalige Arbeitskollegin kündigte sich abends zu Besuch an. Bei einer Flasche Wein nahm ich mir erneut allen Mut zusammen und erzählte auch hier von meinem seelischen Kummer.

Und erneut musste ich feststellen, dass meine Freunde damit kein Problem haben. Es ist so, wie es ist. Und wie Marei & Tom schon sagten, Leute die das nicht verstehen, sind auch keine Freunde. So wurde der Abend mit Jessica immer länger und die Weinflasche immer leerer. Es ist schön zu sehen, dass auch wenn man sich eine Weile nicht gesehen hat, die alte freundschaftliche Verbindung wieder da ist.


Auch dieser Abend klang mit einem warmen Gefühl aus, dass mich weiterhin darin bestätigte, dass ich das Richtige tat. Weiter in Höhenflug der Gefühle folgten am Samstag Mittag die nächsten beiden Gespräche mit Bevi und Klaus. Leider waren beide Gespräche nur per Telefon möglich, was ein frühes Erkennen der Reaktion unmöglich machte. Sagen kann man immer viel am Telefon, aber die Augen und die Mimik sagen mehr als tausend Worte.

Aber auch hier waren die vielen Gedanken im Vorfeld vollkommen unnütz gewesen, denn sowohl Bevi als auch Klaus können meine Gedanken verstehen und sind weiter meine Freunde – warum auch nicht. Aber gerade bei Klaus, an dessen Meinung mir sehr viel liegt, konnte ich seine Reaktion nicht im Vorfeld erahnen. Genauso wie das Gespräch mit Tom zierten die Gespräche mit Bevi und Klaus mein Glücktagebuch und ich war einmal mehr sehr froh darüber, was ich für tolle Freunde habe.

Samstag Abend 20 Uhr sollte das nächste Gespräch folgen, welches bis dato das schwierigste war. Zu mindestens dachte ich das vorher. Torge kenne ich auch schon seit ein paar Jahren. Eine Freundschaft verbindet uns aber erst seit rund 2 Jahren. Doch seit dem liegt mir viel an seiner Freundschaft, was das Gespräch nicht leider nicht einfacher machte. Also holte ich Torge von der Arbeit ab, bestach ihm mit einem Schokoriegel und wir konnten, sehr zu meinem Erstaunen, ganz locker über die Sache reden. Nach rund 30 Minunten war dann alles gesagt und der Hunger zwang uns aus dem Auto.

Gestern folgte dann erstmal das letzte Gespräch mit meiner besten Freundin,Tanja. Ich kenne sie seit 9 Jahren und seit einer Woche haben wir einen großen Streit überwunden. Daher wollte ich gleich das neugefundene Vertrauen ausnutzen und erzählte auch hier alles. Und auch hier, bin ich froh, dass sie meine Entscheidung tolerieren und verstehen kann. Aufgrund ihres christlichen Glaubens hat sie andere Vorstellungen, was dieses Thema angeht, aber dennoch gibt sie jedem, so auch mir, den persönlichen Freiraum, um sich so zu entfalten, wie jeder es möchte.

Und da war es dann wieder, dass Gefühl, verstanden und geliebt zu werden, so wie man ist. Ich bin echt froh, nicht mehr auf jedes Wort achten zu müssen, nur damit nicht der falsche Eindruck von mir entsteht. Dennoch weiß ich, dass ich jederzeit auf eine negative Reaktion treffen kann. Aber damit werde ich, ggf zusammen mit meinen Freunden, umgehen müssen.

Das perfekte Dinner

Das perfekte Dinner kennt wohl jeder aus dem Fernsehen. Daher haben wir uns gedacht – das machen wir auch bei uns im Freundeskreis. Eigentlich ist es nichts anderes als ein Abendessen mit anschliessendem Spieleabend. Jedesmal bei jemand anderem, damit genug Abwechslung in die Sache kommt.

Einen Tag vor meinem Urlaub fand also das erste perfekte Dinner bei mir in meiner fast fertig eingerichteten Wohnung statt. Unter der Woche hab ich zusammen mit Tom noch einige Bilder an die Wand gebracht, damit die Wohnung etwas wohnlicher aussieht.

Am Samstag selbst brachte ich zwischen den Einkäufen und anderen Erledigungen noch einige Fotos an die Wand, damit man gleich im Eingangsbereich merkt, wer hier zu Hause ist. Fotos hab ich von meinen Reisen ja genug. Also jeweils die Top 5 meiner letzten Reisen zusammengestellt und in die IKEA Bilderrahmen platziert.

Dann ging es auch schon ans dekorieren und Essen zubereiten. Alles natürlich parallel, damit man keine Zeit verschenkt. Die Nachspeise, ein Erdbeer-Himbeer-Sorbet benötigte die meiste Vorbereitungszeit. So fing ich bereits am Vormittag mit dem pürieren der 1kg Erdbeeren und 500 Himbeeren an. Zusammen mit braunem Zucker und der Gelatine verweilte das Sorbet die nächsten 6 Stunden im Gefrierschrank, um am Abend sehnsüchtig verschlungen zu werden.

Als nächstes wurden die Zutaten fürs Hauptgericht geschnitten und portioniert. Es gab eine Puten-Gemüse-Pfanne angerichtet mit einem Reispfannkuchen. Ich lag gut in meiner Zeitplanung bis ich merkte, dass ich zu wenig Reis im Hause hatte. Aber alles kein Problem, denn direkt vor der Haustür ist ein Lebensmittelladen, der auch Reis im Angebot hat.

Zurück in der Wohnung wurde 1kg Reis gekocht und nebenbei der Esstisch eingedeckt. Kerzen wurden aufgestellt und eine Blumenvase an ihren Bestimmungsort platziert. Zwischendurch folgte immer ein prüfender Blick in den Eisschrank, um zu überprüfen, wie sich das Sorbet entwickelte.

Pünktlich 19 Uhr stand dann mein erster Gast, Carmen vor der Tür. Es folgte ein sehr nettes Gespräch, da wir uns schon einige Zeit nicht mehr gesehen hatten. Während des Gespräches begann ich parallel mit der Zubereitung der Reispfannkuchen und der Puten-Gemüse-Pfanne.
Mit Carmens Hilfe kehrte der verloren geglaubte Überblick über die Kochsituation zurück und die ersten Reispfannkuchen verließen die Pfanne und warteten auf den Verzehr. Nach und nach wurden Tomaten und Broccoli der Gemüsepfanne hinzugefügt und köchelten gemütlich vor sich hin.

Und wieder klingelte es an der Tür, die nächsten Gäste waren eingetroffen. Tom brachte Marei und Basti mit. Marei hatte eine Flasche Lambrusco dabei, die dankend entgegen genommen wurde. Fehlte nur noch ein Gast – Torge. Dieser musste leider bis 20 Uhr arbeiten und so machte ich mich schnell auf den Weg, ihn von der Arbeit abzuholen. Während die Gäste sich ums Essen kümmerten, holte ich mit Torge ein längst fälliges Gespräch nach.

Danach ging es wieder vier Stockwerke aufwärts, um dort bereits vom leckeren Duft der Reispfannkuchen empfangen zu werden. Die Gäste wurden mit den ersten Getränken versorgt und die Vorspeise wurde gereicht – frisches Brot mit Aioli Dipp.

Es folgte der Hauptgang auf meinen neuen schwarzen Tellern. Das Essen gab scheinbar sehr gut an und hoffte weiter auf die volle Punktzahl. Nein, Scherz beiseite, Punkte wollten wir nicht vergeben, da es ein netter Abend mit Freunden ist, der keine Bewertung nötig hat. Solche Abende sind Belohnung genug.

Nach dem reichhaltigen Hauptgang wurde erstmals eine Verdauungspause eingelegt. Es wurden DVDs, Bücher, Videospiele und ein Gameboy begutachtet sowie herzhaft über vergangene Erlebnisse und Anekdoten gelacht.

Zwischenzeitlich war die Lust auf den Lambrusco zu groß geworden, dass die Flasche geöffnet werden sollte. Aber wie nur, wenn man keinen Korkenzieher hat? Alles kein Problem, einfach zum Nachbarn rüber, nett gefragt und schon war die Flasche offen.

Während die Besucher sich dem Inspizieren der Wohnung gepaart mit Gesprächen hingaben, entnahm ich das Sorbet dem Gefrierschrank und füllte es portionsgerecht in die kalt gestellten Gläser. Verziert wurde das Ganze mit einer Physialisfrucht.

Trotz der beiden Gänge verzehrten die Gäste brav das Erdbeer-Himbeer-Sorbet und waren sichtlich zufrieden mit dem Essen. Gegen 23.30 Uhr entschieden wir uns dann für eine Runde UNO, aus der schnell viele weitere folgten. Torge schaute Tom unentwegt in die Karten und Marei kannte Torges Karten besser als er selbst. Irgendwie schaffte es Basti sehr oft, fast unbemerkt die Spiele zu gewinnen, da alles anderen Parteien mit dem ausspionieren der gegnerischen Karten beschäftigt waren. Carmen hingegen verteilte regelmäßig +2 und +4 Karten an ihre Gegenspieler.

Gegen 2.30 Uhr ging dann ein sehr schöner Abend zu Ende. Ich denke, unser erstes perfektes Dinner war ein voller Erfolg. Let´s do it again…

Donnerstag, 19. März 2009

Das Leben ist schön


Seit 2 Tagen bin ich wieder guter Hoffnungen. Seit 2 Tagen habe ich einfach nur gute Laune und stecke damit meine Umgebung an. Seit 2 Tagen bin ich mit mir wieder etwas mehr im reinen.

Sonnenstrahlen begleiten meinen Tag und geben mir zusätzlich ein gutes Gefühl. Dieses Gefühl gab mir sogar die Kraft endlich mein Herz in die Hand zu nehmen und mit einem Freund über eine Sache zu sprechen, die mir sehr am Herzen liegt.

Seit Wochen hab ich mir Gedanken gemacht, wie seine Reaktion ausfallen würde. Wochenlang hab ich versucht, diese mit Fragen herauszubekommen.

Gestern Abend war es dann endlich soweit: ich nahm all meinen Mut zusammen und erzählte ihm alles. Zum Glück fiel seine Reaktion so aus, wie ich es erwartet habe. Und ist es eine riesen Erleichterung für mich, das Thema endlich mal angesprochen zu haben.

Heute sieht meine Welt noch sonniger aus. Im Internet hab ich dazu ein tolles Gedicht gefunden:

O wie sonnig das Gemüt, bin ich ganz genesen.
wie herrlich war’s, als der Schmerz verging.
O wie wunderbar war jener Tag gewesen
Als des Leids Gesicht, sich im Netz verfing.
O wie sonnig das Gemüt, hat sie mich gefangen.
Einst aus tiefen Schluchten dieser Welt gezerrt,
Wo noch Abendlieder meiner Brust entsprangen.
Hat sie jeden Funken Farbenur für mich entbehrt.

O wie sonnig das Gemüt, Wenn der Frühling spricht.
O wie sollt’ ich nicht vermissen, diese Zeit,
Umher tanzt doch alles Leben unter neuem Licht
Und die Welt trägt bunt, ein makelloses Kleid.

O wie sonnig das Gemüt, erklingen helle Lieder,
Wenn Musik des Tages Schicksal wieder heilt.
Um so wendiger die Tonart,
auf und ab und immer wieder.
Wenn ‘s Gemüt mit jedem Klang nach oben eilt.

Aktuell bin ich so voller Tatendrang, dass nicht einmal schlechte Nachrichten auf Arbeit mir das Gemüt vernebeln können. Unsere Abteilung soll zum 1.7. aufgelöst werden - So what. Aber das ist vielleicht der Tritt für einen Neuanfang, auf den ich so lange gewartet habe.

Also schnell die Bewerbungsunterlagen aktualisiert und schon gehts los mit der Suche nach einem neuen aufregenden Job.

Das Leben ist so schööööööööön ;)

Dienstag, 17. März 2009

Glück kommt selten allein

Alles ändert sich: Laptops werden immer kleiner, Mieten immer teurer und das Wetter immer schlechter. Das Einzige was heutzutage noch Bestand hat sind Freunde. Zumindestens sollte es so sein. Gute Freunde begleiten dich durch dein ganzes Leben - durch gute und durch schlechte Zeiten. Sie sind immer für einen da, wenn man sie braucht.

Das war auch bei mir die letzten 9 Jahren so, bevor ich einige meiner Freunde für eine Auszeit hinter mir gelassen habe. Darunter auch meine beste Freundin. Leicht gefallen ist es mir nicht, aber unser Kontakt ist in den letzten Monaten immer weniger bzw. anders geworden. Natürlich wurden E-Mails geschrieben und sich über ein Forum ausgetauscht, aber der persönliche Kontakt, wie unsere wöchtenlichen Telefonate schliefen nach und nach ein.

Ich kann jetzt nicht sagen, dass es an nur an ihr oder mir lag, es waren einfach viele vers. Umstände, die die Kontaktaufnahme schwieriger machten. Dann kam der Tag, an dem ich was las, was nicht für mich bestimmt war, mir aber den Boden unter den Füßen wegzog. Ich war so verletzt und enttäuscht, dass gerade meine beste Freundin so was über mich schreiben und es mir nicht selbst sagen konnte.

Natürlich steht jedem seine eigene Meinung zu, nur dachte ich bis dato immer, dass wir uns alles sagen könnten. Das ich es gelesen habe, war, heute betrachtet, ein Fehler. Und so spielten beide Sachen zusammen und der große Knall folgte auf dem Fuße. Danach war erstmal Ruhe - eine unerträgliche, bedrückende Ruhe und meine Gedanken kreisten mal wieder um viele schlimme Sachen - um ein Leben, was nicht mehr lebenswert war, wenn einem auch der letzte Halt genommen wird - die beste Freundin, die mich besser kennt, als ich mich selbst.

Nach 3 Wochen nahm ich meinen ganzen Stolz und warf in aus dem Fenster, schrieb eine E-Mail, um den Kontakt wieder herzustellen. Bis ich die E-Mail abschickte vergingen nochmal mehrere Tage und der Text wurde mehrfach überarbeitet. Ich kenne mich und weiß, dass ich im Affekt viel schreibe, was vorwurfsvoll und persönlich angreifend sein kann. Natürlich war die Email dann auch gespickt mit Vorwürfen - vielleicht hätte vorher mal jemand drüber lesen sollen.

Ein guter Freund gab mir den Rat, "lass die Vorwürfe einfach weg und schreib einfach deine Gefühle". Gesagt, getan und gestern kam es dann zu ersten persönlichen Gespräch. Lange hatte ich mir vorher überlegt, was ich sagen wollte, um meine Enttäuschung auszudrücken. Viele Worte und Gefühle wechselten die Seiten. Irgendwann brach alles in mir zusammen und ich war nur noch am heulen. Irgendwie kam mir die Situation so hoffnungslos vor.

Wir haben dennoch alles ausdiskutiert, die unterschiedlichen Standpunkte akzeptiert und auch mir wurde klar, dass die beste Freundin, immer noch die beste Freundin ist, egal wie verzwickt die letzten Wochen gewesen sind. Ehrlichkeit ist für mich wichtiger denn je und dennoch muss ich anderen Leute auch ihre Meinung lassen. Und gerade dann, wenn sie diese lieber anderen Leuten mitteilen wollen.

Nach 2 Stunden seelischem Striptease ging ich mit Kopfschmerzen ins Bett, um heute mit wirklich guter Laune wieder aufzuwachen. Die Sonne ging über Lübeck und in meinem Herzen auf - denn meine beste Freundin ist weiterhin für mich da und ich für sie. Ich hab heute einen tollen, wie auch passenden Spruch gehört: "Glück kommt selten allein - meistens kommt es mit anderen".

Sonntag, 15. März 2009

Like the old days

Früher haben wir uns oft getroffen. Meist einmal im Monat - irgendwo in Deutschland. Das waren unsere Freak-Treffen, auf die wir so stolz waren.

Unsere Gruppe ist über ganz Deutschland und Österreich verteilt und so sind die Treffen immer sehr wichtig für uns gewesen. Egal ob man in Mainz, Duisburg, Berlin, Hamburg, Wien oder Lüneburg wohnt, zu den Treffen haben immer alle versucht, dabei zu sein.

Geplant war für dieses Wochenende der Besuch des Tarzan Musicals in Hamburg. Doch nachdem ich die Gruppe und die schönen wie auch schweren Zeiten zurückgelassen habe, rückte dieses Wochenende in weiter Ferne.

Je näher das Wochenende rückte, desto schlechter fühlte ich mich, denn in den letzten 9 Jahren war ich bei fast jeden Treffen dabei. Diese Treffen sind einfach so wichtig für mich, denn Foren und Emails können einfach die persönlichen Kontakte, das gemeinsame Lachen und das reflektieren alter Highlights nicht ersetzen.

Samstag Nachmittag nah ich dann mein Herz in die Hand und rief eine Freundin an, dass ich spontan zum Sonntagsbrunch mitkommen möchte. Natürlich war die Freude groß. Dennoch blieb tief in mir drin das ungewisse Gefühl, wie die andere reagieren würden, die ich so lange nicht gesehen habe und mit meiner Auszeit vor den Kopf gestoßen habe.

Bereits auf dem Weg zum Brunch folgte das Gespräch, vor dem ich so viel Angst hatte. Bevi kennt beide Seite, ist aber nicht involviert. Dennoch lege ich auf ihre Meinung viel wert. Sie versteht meine Gründe, warum ich gegangen bin, denkt aber auch, dass es Möglichkeiten gibt, dies wieder zu klären.

9 Jahre Freundschaft kann man eben nicht so einfach wegwischen. So was findet man so schnell nicht wieder. Und mal wieder rauchte mir der Kopf vor Möglichkeiten, Gedanken und Zukunftsvisionen, wie es weitergehen könnte.

Beim Brunch traf ich dann auf einige Freunde, die ich so lange nicht gesehen hatte. Und ich muss sagen, das alte Gefühl der Geborgenheit und der Freundschaft stellte sich bei mir sofort wieder ein. Es folgten 2 schöne Stunden ungezwungener Gespräche mit einigen Lachern - so wie es immer war und was unsere Treffen so besonders macht.

Gegen 13 Uhr trennten sich unsere Wege wieder. Ich saß alleine im Auto und die ganze Rückfahrt über machte ich mir wieder viel zu viele Gedanken über meine Zukunft bei den Freaks. Dennoch bin ich sehr froh, hingefahren zu sein. Ein erster Schritt in die richtig Richtung ist getan. Aber die beiden schwersten Gespräche meines Lebens stehen noch aus.

Freitag, 13. März 2009

We are IKEA family

IKEA steht seit jeher für billige aber formschöne und ausgefallene Möbel, Assecoirs und sonstigen SchickSchack. Also für uns immer mal wieder ein Grund IKEA einen Besuch abzustatten. Also 3 Freunde mit familiären Anhang in 2 Autos geladen und ab ging's nach Hamburg.

Kurz vor 16 Uhr betraten wir dann die heiligen IKEA-Hallen und unser erster Weg, mal abgesehen von der Toilette, führte ins IKEA Restaurant zum leckeren Kaffee und Kuchen sowie Pommes.

Gestärkt begann unser Shopping-Rundgang durch die Möbelabteilung. Dekorative, aber viel zu teure Lampen, Kissen, Couchen und schwule Rüsseltiere kreuzen unseren Weg. Schnell wurden die ersten Wohnassecoirs eingepackt.

Zum Glück hatte ich mir vorher eine Liste gemacht, was ich brauche, ansonsten kann man bei IKEA schnell den Überblick über Einkauf und Kosten verlieren. Ich brauchte fürs Billy-Regal noch separate Einlegeböden, eine MALM Schlafzimmer-Kommode und ein Expedit Regal in Form eines 4x4 Würfels.

Tom & Torge, nennen wir sie mal die Meister des IKEA Sortiments, standen uns mit Rat und Tat zur Seite, wenn, wie so oft, mal keine IKEA-Mitarbeiter in Sicht waren. Nina und Uschi waren uns derweil, auf der Jagd nach Schnäppchen, immer einen Schritt voraus, sodass sich unsere 5er Gruppe immer gut verteilte.

Natürlich gibt es bei IKEA auch komische Sachen, wie Plüschtiere und Zugluftstopper, die man nicht wirklich identifizieren kann. Aber für den einen oder anderen Spaß sind die Teile immer nützlich.

Nachdem wir die Möbelwelt durchstöbert hatten, ging es wieder ins Restaurant zum Schnitzelessen. Dazu gab's reichlich Pommes und Preiselbeersoße, schließlich mussten wir uns auf die Krimskrams-Abteilung vorbereiten, die sich über das gesamte Erdgeschoss erstreckt.

Gläser, Besteck, Sitzkissen, Geschirr sowie Deko-Artikel und Kerzen fanden schnell den Weg in unsere Einkaufskörbe. Nach und nach kamen noch kleinere Regale, Kleiderhaken, Handtücher und Bilderrahmen hinzu.

Bevor es zur Kasse ging, luden Tom und ich noch die großen Möbelstücke auf den dritten Wagen. Geschlossen fuhren wir der Kasse entgegen, wohl wissend, dass wir einiges an Geld in die Kassen von IKEA spülen würden. Bei mir standen am Ende Artikel für 376 Euro auf dem Bon. Tom & Torge, die ja nur Kerzen kaufen wollten ( das klappt bei IKEA eh nie ), reihten sich mit ihrem Einkauf auf dem zweiten Platz ein, gefolgt von Uschi und unserem sparsamen Schlusslicht Nina.

Zum Glück waren wir mit zwei Autos vor Ort und konnten die gesammelten Einkäufe so gut auf beide Wagen verteilen. Aber der IKEA Ausflug war noch nicht zu Ende. Also zurück zum Schwedenshop, um dort leckere schwedische Süßwaren zu kaufen. Traditionell gab es zum Abschied einen Hotdog mit Röstzwiebeln und für mich ohne Gurke.

Zurück in Lübeck halfen mit Tom & Torge noch meine gesammelten Einkäufe in den vierten Stock zu tragen, wo diese jetzt auf ihren Einsatz warten. Da wir alle 5 so viel Spaß miteinander bei IKEA hatten, steht auch schon der nächste Termin fest - Ende Mai heißt es wieder shoppen & essen bei IKEA.

Donnerstag, 12. März 2009

Endlich ein Probetraining

Nach Wochen des Wartens war es am 11.3. nun endlich soweit - Tom und ich duften endlich mal ein Probetraining mit Fitness-Trainer durchführen. Pünktlich um 12.50 Uhr standen wir vor dem Tresen und wurden mehr als freundlich von Nina, einer weiteren Trainerin, begrüßt. Diese ist scheinbar schon mit einem Lächeln auf die Welt gekommen und strahlte nur so über das ganze Gesicht.

Nach einer kurzen Fragerunde zum mitgebrachten Schloss und Handtuch ging's in die Umkleide und danach gleich auf die Waage. Mein aktuelles Gewicht liegt bei zauberhaften 77kg, Tom liegt nochmal rund 10kg drunter. Damit komme ich meinem selbst gesetzten Ziel von 70kg immer näher.

Unser Probetraining-Team wurde von einer weiteren Fitnesswilligen sowie durch unseren Trainer Sven ergänzt. Zuerst wurde für jeden ein individueller Fitnessplan erstellt und ausgedruckt. Tom´s Augenmerk lag dabei auf Leistungs- und Rückenstärkung, meiner eher auf Gewichtsreduzierung.

Danach ging´s erstmal 10 Minuten aufs Radl zum aufwärmen der Muskulatur. Nicht wirklich aufgewärmt ging es an die ersten Geräte, die gut und ausführlich vom Trainer erklärt wurden. Tom und ich waren ja bereits mehrfach in den vergangenen Wochen ohne Trainer im Fitness-Studio und dennoch gab es den einen oder anderen Kniff, der das Training bzw. den zu erwartenden Erfolg verbesserte.

Der Trainer schrieb fleißig die Gewichtseinstellungen der unterschiedlichen Geräte auf unsere Trainingspläne, damit wir auch ohne Trainer und größeres Ausprobieren unser Pensum einhalten können.

Abschließend zum Gewichts- und Muskeltraining folgten Dehnübungen zum entspannen der beanspruchten Muskulatur. Es wurde erneut der Trainingsablauf besprochen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Am Ende jedes Trainings folgt das Ausdauer- und Fettverbrennungstraining. Dafür stehen Geräte wie Laufbänder, Crosstrainer, Stepper und Fahrräder zur Verfügung. Tom wechselte schnell vom Crosstrainer aufs Laufband während ich noch rund 10 Minuten auf den Crosstrainer verweilte. Da bekanntlicherweise Abwechslung gut tut, legte ich auch noch eine Sohle aufs Laufband.

2 Stunden später war das Probetraining dann auch schon wieder vorbei. Ich fand es gut organisiert und interessant und so steht unser Entschluss, sich dort endlich anzumelden, fest.

Mittwoch, 11. März 2009

Watchmen

Seit Monaten laufen die Trailer zu Watchmen in den Kinos & Internet. Die Vorfreude auf den bildgewaltigen Film war dementsprechend hoch. Man sah Superhelden wie Dr. Manhattan, Ozymandias, Night Owl II und Silk Spectre II, die ihre Gruppe nach einen Verbot durch die Regierung auflösen mussten.

Der Film beginnt mit dem Tod des Comedian, einem der ehemaligen Superhelden, der sich mittlerweile weiter dem Alkohol verschrieben hat. Seine alten Teamkollegen begeben sich mehr oder weniger freiwillig auf die Suche nach dem Mörder und müssen erkennen, dass ein größeres Ziel dahintersteckt.

Es werden nach und nach alle Charaktere und ihre Vergangenheit beleuchtet und am Ende fügen sich alle Einzelhandlungen zum großen Finale in der Antarktis zusammen. Viele Szenen sind gespickt mit übermäßiger Gewalt, die die Freigabe ab 16 Jahren lächerlich erscheinen lassen.

Dennoch weiß der Film mit seinen Effekten zu überzeugen. Sei es der blau-leuchtende Dr. Manhattan, der auf dem Mars eine Glassphäre erschaffen hat oder Night Owl II, der in seinem Raumschiff wachend über der Stadt schwebt.

Ebenso gefiel mir der Aufbau der Charaktere. Helden, die anfangs nur mit guten Taten glänzten, wurden nach und nach auch von ihrer dunklen Seite gezeigt. Und der skrupellose Comedian kam in seinen letzten Lebensstunden doch noch zur Einsicht.

Insgesamt hab ich zwei größere Kritikpunkte am Film. Zum einem gefiel mir der Erzählstil des Films nicht. Das die Vorlage für den Film das Comic aus 1968 ist, wird schnell klar. Teilweise wechseln die Einstellungen, Handlungen und zu betrachtenden Personen so schnell bzw. zu sprunghaft, dass ein Zusammenhang anfangs nur schwer zu erkennen ist. Auch die übermäßige Gewaltdarstellung fand ich maßlos übertrieben.

Alles in Allem wird der Film dem monatelangen Hype nicht gerecht. Dennoch ist es gutes Popcorn-Kino.

Dienstag, 10. März 2009

Mind Games

Gestern war es endlich soweit, ich hatte mein Beratungsgespräch beim Therapeuten. Pünktlich um 9.45 Uhr stand ich auf der Matte und mir wurde gleich ein Fragebogen in die Hand gedrückt.

Neben den allgemeinen Angaben zur Person folgten schnell die Fragen zum seelischen und körperlichen Zustand. Fragen wie "Wie beschreiben Sie selbst Ihre aktuelle Gefühlssituation?" und "Was erwarten Sie von einem Therapeuten?" wurden gestellt und sollten beantwortet werden. Und das ist gar nicht so leicht, wie ich feststellen musste.

Ein wichtiger Teil der meisten Therapien ist die Kommunikation zwischen Therapeut und Patient. Daher findet einleitend auch immer ein Beratungsgespräch statt, um zu schauen, ob das Verhältnis bzw. die Kommunikation zwischen beiden Parteien stimmt.

Lange habe ich mich mit dem Therapeuten über meine Gefühle, Ängste, die zerfahrene Situation mit meinen Freunden und über mein Elternhaus unterhalten. Am Ende entstand bei mir das gute Gefühl, endlich alles mal ausgesprochen zu haben. Das Gute an der Sache ist natürlich, dass man eine neutrale Meinung zum Sachverhalt bekommt und ggf seine eigene Sichtweise bzw. Handeln nochmals überdenkt.

Der Therapeut schilderte mir seine Sichtweise zu meinen Problemen und möglichen Lösungs- und Behandlungsansätzen, die aber eine Einzeltherapie nötig macht. Diese führt er aber nicht mehr selbst durch, da seine Praxis sich auf Gruppentherapien spezialisiert hat.

Also geht meine Suche nach einen Seelenklempner weiter mit der Hoffnung, irgendwann ein besserer Mensch zu werden.

Samstag, 7. März 2009

The Mentalist

"Mentalist, noun. Someone who uses mental acuity, hypnosis and/or suggestion. A master manipulator of thoughts and behavior."

In The Mentalist ermittelt ein Team des California Bureau of Investigation (CBI) bei Mordfällen, die nicht unter die Zuständigkeit lokaler Behörden fallen. Unterstützt wird das Team dabei von Patrick Jane, einem ehemaligen Mentalisten mit erhöhter Wahrnehmungsfähigkeit, die für Außenstehende wie Hellsehertum erscheint.

Patrick Jane geht bei den Ermittlungen nicht nach Protokoll und vielmehr intuitiv vor, da er die Opfer und Verdächtigen gleichermaßen "durchschaut". Durch seine besonderen psychologischen Fähigkeiten hilft er dem Team um Teresa Lisbon bei der Lösung komplizierter Mordfälle.

Vor 2 Wochen lief die Serie in Deutschland an. Zwar hatte ich vorher schon einiges über die Serie gehört, die in den USA bis zur 20 Millionen Zuschauer vor die Fernsehgeräte lockt, dennoch tat ich die Serie als neuen CSI Abklatsch ab.

Doch weit gefehlt: die Serie ist erfrischend anders als CSI, Fringe, Psych oder Monk. Natürlich werden auch hier Mordfälle untersucht, aber Patrick Jane geht unglaublich leicht mit diesen schweren Verbrechen und dessen Verfolgung um. Er setzt seine übernatürlichen Wahrnehmungsfähigkeiten ein und verblüfft so immer wieder seine Kollegen und überführt die Verbrecher auf äußerst charmante Art und Weise.
Aber auch das restliche Team ist gut und interessant gestaltet: Egal ob der wortkarge Agent Cho oder die in einander verliebten Agenten Rigsby und Pelt runden zusammen mit der Chefin Lisbon ein perfektes Team ab.

Einen roten Pfaden gibt es auch, der ab und an wieder aufgegriffen wird. Dabei geht es im einen Killer namens RED JOHN, der Jane´s Frau und Tochter umgebracht hat, nachdem Jane ihn an einem Verbrechen hinderte. Seit dem ist er auf der Suche nach dem Killer. Die Zuschauer bekommen hin und wieder kleine Stücke der Haupthandlung in Form von Rückblenden vorgesetzt, damit sie bei der Stange bzw vor dem Bildschirmen bleiben.

Selten zuvor hat mich eine neue Serie so schnell in den Bann gezogen. Mittlerweile hab ich alle 15 Folgen der ersten Staffel gesehen und kann es kaum abwarten, wie es weitergeht.